Welche Drohne für welchen Zweck?
Ob zum reinen Vergnügen, ein Fluggerät zu steuern, wunderschöne Luftaufnahmen zu machen oder Ihre Abenteuer zu filmen – die Drohne hat sich zu einem der derzeit spannendsten ferngesteuerten Fluggeräte entwickelt. Zahlreiche Hobbyflieger haben bereits den Sprung gewagt und besitzen ihre eigene Drohne, zumal es heute möglich ist, ein gutes Modell zu einem vernünftigen Preis zu finden.
Freizeitdrohnen lassen sich in zwei große Kategorien einteilen: große Quadcopter mit integrierter Kamera, die erste Wahl für Hobbyfilmer, und kleine Modelle ohne Kamera, die wesentlich wendiger sind und somit mehr Spaß beim Fliegen bieten. Erstere sind in der Lage, atemberaubende Bilder aufzunehmen; sie werden oft mit einer separaten Fernsteuerung verkauft, während es sich bei den anderen um günstigere Spielzeugdrohnen handelt, die direkt über das Smartphone gesteuert werden können.
Die Kosten für ein Modell mit Kamera können sehr unterschiedlich sein; für Anfänger reicht eine Standardkamera aus, während Videoprofis eine HD-Kamera bevorzugen, die zwar oft teurer ist, aber eine außergewöhnliche Bildqualität bietet. Unter den Spielzeugdrohnen gibt es eine eigene Kategorie: Renndrohnen oder RC-Drohnen. Diese sprechen dank ihrer hohen Leistung besonders Geschwindigkeitsliebhaber an.
Bevor Sie sich für Ihre erste Drohne entscheiden, sollten Sie sich daher überlegen, wofür Sie sie nutzen möchten und wie hoch Ihr Budget ist. Wer ein kleines Fluggerät im Wohnzimmer und im Garten fliegen lassen möchte, wird eine Drohne ohne Kamera bevorzugen; Outdoor-Fans, die schöne Aufnahmen ihrer Abenteuer festhalten wollen, werden sich für Drohnen mit integrierter Kamera entscheiden.
Die verschiedenen Drohnenarten
Wenn Sie sich eine Drohne kaufen möchten, werden Sie feststellen, dass nicht alle sofort flugbereit sind. Es gibt verschiedene Abkürzungen, die Ihnen anzeigen, was im Lieferumfang der Drohne enthalten ist: RTF, BNF, ARF und FPV.
RTF-Drohnen (Ready-To-Fly)
RTF-Quadcopter sind flugbereit und erfordern weder Montage noch besondere Konfiguration. Die erforderlichen Schritte sind einfach: charger den Akku einsetzen, die Propeller montieren oder die Fernsteuerung mit der Drohne synchronisieren. Dies ist die beste Wahl für Anfänger im Modellflug.
BNF-Drohnen oder „Bind-And-Fly“
BNF-Quadcopter sind in der Regel bereits zusammengebaut, werden jedoch ohne Fernsteuerung verkauft. Um die Drohne zu steuern, können Sie eine Fernsteuerung verwenden, die Sie bereits besitzen (vorausgesetzt, sie ist kompatibel), oder eine separat kaufen. Achtung: Nur weil Sender und Empfänger auf derselben Frequenz arbeiten, bedeutet das nicht, dass sie kompatibel sind – Sie müssen auch überprüfen, ob sie demselben Herstellungsprotokoll folgen.
ARF-Drohnen oder „Almost-ready-to-fly“
ARF-Quadcopter werden als Bausatz verkauft und müssen teilweise zusammengebaut werden. Wenn Sie dieses Akronym neben dem Namen sehen, lesen Sie die Beschreibung car sorgfältig durch – sie können ohne Motoren usw. verkauft werden. Dies ist die ideale Wahl für erfahrene Piloten, die ihre Drohne individuell anpassen möchten.
FPV-Drohnen oder „First-Person-View“
Die FPV-Quadcopter verfügen über eine nach vorne gerichtete Kamera, die das Videobild in Echtzeit an den Piloten überträgt – entweder über ein Smartphone, einen Bildschirm an der Fernsteuerung oder eine FPV-Brille. FPV-Drohnen bieten somit ein immersives Flugerlebnis und ein überraschend realistisches Steuerungserlebnis. Für ein noch intensiveres Erlebnis empfehlen wir die Verwendung von FPV-Brille.

Zu berücksichtigende Merkmale
: Die Flugdauer
Die Flugdauer von Drohnen hängt von der Akkukapazität, dem Gewicht des Geräts, der Aerodynamik der Konstruktion, Ihrem Flugstil, aber auch von den Wetterbedingungen ab. Dieser Wert wird oft vom Hersteller angegeben und entspricht der maximalen Flugdauer unter optimalen Testbedingungen. Die meisten Modelle haben eine Flugdauer von nicht mehr als 30 Minuten. Wir empfehlen Ihnen, einen Ersatzakku mitzunehmen, der die Flugzeit Ihres Geräts verdoppelt.
Motor Brushless oder Coreless?
Der Motor brushless wird häufig in großen Quadcoptern verbaut und bietet eine lange Lebensdauer, einen leiseren Betrieb und einen starken Schub. Der Coreless-Motor ist leichter und kleiner und kommt häufig bei Mini-Quadcoptern zum Einsatz.
Die Kameraauflösung
Bei Drohnen mit Kamera ist es wichtig, sich Gedanken über die Auflösung zu machen. Eine HD-Kamera liefert zwar wunderschöne Aufnahmen, ist aber deutlich teurer. Es gibt auch Modelle, die eine spezielle Halterung bieten, um mit Ihrer eigenen Kamera zu filmen.
Der Headless-Modus
Der für Anfänger gedachte Headless-Modus erleichtert die Steuerung der Drohne, die sich unabhängig von der Ausrichtung der Nase des Geräts immer nach vorne, hinten, links oder rechts bewegt.
Das integrierte GPS
:Hochwertige Drohnenmodelle bieten dank eines integrierten GPS erweiterte Funktionen wie RTH oder „Return-to-Home“ (eine Sicherheitsfunktion, die die Drohne selbstständig zum Piloten zurückbringt) oder „Follow me“ (die Drohne folgt Ihren Bewegungen, ohne dass Sie etwas tun müssen, sodass Sie sich auf Ihre Aktivitäten konzentrieren können).

Die Vorschriften rund um Drohnen
: Als Gegenstand zahlreicher Fantasien sorgt die Drohne manchmal in den Medien für Schlagzeilen: Überfliegen von Sperrgebieten, Kollisionen usw. Als Drohnenpilot und um Ärger zu vermeiden, ist es wichtig, sich über die geltenden Flugsicherheitsvorschriften zu informieren und die folgenden Verhaltensregeln einzuhalten:
- Fliegen Sie nicht über Menschen hinweg, die Rotoren können gefährlich sein.
- Halten Sie die maximale Flughöhe von 150 Metern ein.
- Behalten Sie Ihre Drohne stets im Blick und fliegen Sie niemals bei Nacht.
- Lassen Sie Ihre Drohne nicht in der Stadt, in der Nähe von Luftfahrtanlagen (Flughafen, Flugplatz usw.) oder von sensiblen oder geschützten Standorten (Militärstützpunkt, Kernkraftwerk usw.) fliegen .
- Respektieren Sie die Privatsphäre anderer, indem Sie Menschen nicht ohne deren Wissen filmen.
- Holen Sie die Zustimmung der Personen ein, die in Ihrem Video zu sehen sind, bevor Sie es veröffentlichen.
Die DGAC (Generaldirektion für Zivilluftfahrt) stellt zudem ein kurzes Video zur Verfügung, das die zu beachtenden Grundregeln in zehn Punkten zusammenfasst:




